Warum, DO?

Es ist eigentlich eine sehr gute Frage: warum wird man eigentlich Fan von einem Fußballverein? Was sind die Gründe? Der Aufforderung einer Erklärung komme ich heute mal nach.

Also, wie der Titel schon vermuten lässt, bin ich, mitlerweile schon 15 Jahre, Anhänger des Ballspielvereins Borussia Dortmund 1909.

Zu allererst will ich aber eben klären, dass Fußball als Sport generell schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt hat. Schon mit 4 bin ich auf dem Spielplatz in der Nachbarschaft dem Ball hinterhergerannt. Allerdings war ich zu aller erst überhaupt nicht von irgendwas Fan, außer vielleicht während WM- und EM-Turnieren der deutschen Nationalmannschaft. Erfolg macht eben sexy.

So ziemlich genau 1996, mit der damaligen EM, als ich 11 Jahre alt war, blieb ich aber beim visuellen Erlebnis Fußball hängen, und schaute von da an auch regelmäßig Ligafußball. Als Vorbild kristallisierte sich ziemlich bald Thomas ‘Icke’ Häßler heraus, weil er auch eine körperlich recht kleine Erscheinung hatte, wie ich auch, und trotzdem ein sehr guter Spieler war. Damals spielte er beim Karlsruher SC, von dem ich mich dann damals auch als Fan bezeichnete. 1998 wechselte er zu Borussia Dortmund und zunächst wurde ich dadurch dann auch Dortmund Fan. Wie vielleicht nicht mehr jeder weiß, hatte Thomas Häßler aber in Dortmund keinen wirklich guten Stand, er kam so gut wie nie zu Einsätzen und verließ den Verein wieder recht schnell (wenn ich mich recht entsinne war es nur ein Jahr). In der Folgesaison hatte Dortmund eine richtig schwere Saison, es wurde so dramatisch, dass Udo Lattek den Trainerposten spontan übernahm und von da an gegen den Abstieg spielte. Was Dortmund damals an Kampf und Leidenschaft an den Tag legte, von Spiel zu Spiel, wie sich die Spieler für den Trainer opferten, das imponierte mir sehr. Da ich älter wurde und selbst im Verein spielte, wusste ich, was es bedeutet, wenn man diese Leidenschaft in den Spielern, im Trainer und den mitreisenden Fans sieht.

Von da an nahm ich, mal mehr und mal weniger, Anteil am Schicksal des Vereins, geleugnet habe ich seitdem aber nie, dass ich Anhänger des BVB war. Das ist vor allen Dingen daher nicht ganz unwichtig, weil sich bei uns, wo ich herkomme, in Nordwestdeutschland die Fans in sehr viele unterschiedliche Gruppen aufteilen. Die meisten sind Werder-, Bayern-, oder HSV-Fans, aber ein richtiges Übergewicht gibt es eigentlich nicht.

In meiner Realschulzeit geriet ich dann in eine Klasse mit einem anderen BVB-Fan, mit dem ich mich sehr gut anfreundete. Sobald wir 16 wurden, besuchten wir zu dieser Zeit etwa 3-4 Heimspiele pro Saison vom BVB, was ich als prägenstes Merkmal meiner Anhängerschaft ansehe. Die Kulisse der Fans, aber vor allen Dingen der Zusammenhalt hat mich sehr beeindruckt, auch, dass man uns nicht verübelte aus einer völlig anderen Ecke aus Deutschland zu kommen und trotzdem sein Herz für den BVB schlagen zu lassen, dafür wurden wir nach Erklärung meist eher gelobt als schief angeguckt.

Mitlerweile bin ich schon seit dieser Zeit aus tiefstem Herzen Dortmunder, auch wenn ich nicht aus der Region komme. Ich zähle mich dazu, weil ich schon sehr viel Leid und sehr viel Freud mit dem BVB erlebt habe. Es lässt mein Herz einfach höher schlagen, wenn der BVB spielt, und die Spiele lasse ich mir auf keinen Fall mehr entgehen. Auch wenn ich nach Berlin, also noch weiter entfernt von Dortmund zog, bleibt mir kein Schritt vom BVB verborgen. Stolz trage ich das Trikot durch die Stadt, auch wenn mich die Leute schon so manches mal schief angeguckt haben.

Was die Historie angeht, habe ich mich vor ein paar Jahren mal ein bisschen über Wikipedia und andere “Internetquellen” informiert und ohne, dass das was an meiner Anhängerschaft geändert hätte, wäre es anders gewesen, habe ich herausgefunden, dass die Blauweißen Erzrivalen tatsächlich die “Bösen” sind. Das hat mich natürlich in der Sache nur bestärkt. Zumal ich auch eine ganze Reihe schlechter Erfahrungen mit Schalkefans gesammelt habe, auch ohne, dass diese wussten, dass ich BVB Fan war/bin.

Hier, Dein neuer Beruf

Wie ich seid etwa 2 Wochen weiß, werde ich bald Entwickler sein. Und? Leider bin ich bisher noch kein Freizeitentwickler, daher kann ich zur Zeit nur meine Grundkenntnisse vorweisen, die ich in meinem ersten Anlauf vom Abitur, am Fachgymnasium für Technik/Informatik erworben habe. Die gelten allerdings eigentlich nur für Java (dass sich mitlerweile ganz gut durchgesetzt hat) und ein bisschen Assembler (Maschinensprache). Diese Informationen sind allerdings teilweise schon ziemlich überholt, da diese Erfahrung mitlerweile bereits ca. 8 Jahre alt sind. Hoffnung macht mir allerdings, dass ich mit dem, was ich im Betrieb mache, schon sehr gut zurecht komme und alles wesentliche eigentlich auch verstehe. Ich versuche mich daran, den Aufbau vom Code etc. zu verstehen.

Allerdings habe ich natürlich den Nachteil, dass ich mich privat bisher noch nicht so richtig auf das Ganze eingestellt habe. Da die Ausbildung aber eigentlich schon im September losgegangen ist, muss ich noch einiges nachholen. Ein Kollege hat im gleichen Zug wie ich, allerdings relativ pünktlich, mit nur einem Monat Verspätung, angefangen. Wir haben uns schon abgesprochen, dass ich ihm in anderen Fächern helfe und er mich ein bisschen im Programmieren unterstützt. Trotzdem weiß ich bisher nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Wahrscheinlich sollte ich am Montag einfach nochmal konkreter Fragen. Es wird aber ein Sprung ins kalte Wasser, so oder so.

Der schmale Grat zwischen Verunsicherung und Vorfreude ist aber auch ein bisschen ermutigend. Ich befasse mich wieder mit was altem-neuen und mache eigentlich dass, was ich wollte: mein Halbwissen zu festigen und besser zu werden. Ich hab langsam die Schnauze voll vom Schlauschnacken und will endlich auch so wohlwissend sein, wie ich wirke. Tatsächlich weiß ich nämlich manchmal gar nichts und sage irgendwas, was ich aber so überzeugend rüberbringe, dass alle mir das abnehmen. Da ist es natürlich umso fataler, wenn ich Mist erzählt habe. Ich wäre in Prinzip der perfekte Politiker, wenn ich so darüber nachdenke.

Aber genau das will ich eigentlich nicht mehr sein. Nach all den Anläufen will ich endlich jemand verlässliches sein. Mir fehlt allerdings jemand, der mir als Experte zur Seite steht, und mir alles zeigt. Ich hatte gehofft, dass ein guter Freund, der eigentlich dieses Jahr noch bei mir einziehen wollte, die Rolle zumindest teilweise übernehmen würde, was er, wie ich allerdings seit ein paar Tagen weiß, nicht machen wird. Weder das eine, noch das andere. Auf der anderen Seite will ich aber auch nicht alle ständig mit meinem Scheiss nerven, der z. B. für die meisten Kollegen aus meiner Abteilung, ein bisschen lächerlich aussieht. Auf der anderen Seite hat mich aber auch noch keiner negativ auf meine Unwissenheit hingewiesen, oder mir gar einen Vorwurf deswegen gemacht.

Sicherlich einer der größten Lehren, die ich in meinem miserablen Studiumsversuch erfahren musste, wenn man etwas ernst meint, sollte man sich selbst nicht so aufspielen, sondern bei den Fakten und vor allen Dingen ehrlich bleiben. Wenn ich also etwas nicht verstehe, dann ist mein “Nerven” bei den anderen Kollegen notwendig, sonst mache ich es wieder falsch. Ich bin nämlich auf der anderen Seite auch einer der Leute, die anderen nur sehr ungern zur Last fallen, und versuche immer “gentleman like” zu handeln. Dabei ist es schwierig, immer den richtigen Kompromiss zu finden, aber im Moment gelingt dies noch ganz gut. Problem ist leider nur, dass es in der Anwendungsentwicklung sehr auf ultra-korrektes Arbeiten ankommt, denn wie eine mathematische Formel muss hier immer alles stimmen, sonst funktioniert diese nicht, oder gibt einem das falsche Ergebnis. Heißt also, je schneller ich mich mit allem vertraut fühle, desto schneller werde ich auch besser. Leichter gesagt als getan.

Nebenbei muss ich gerade meine ganzen Untaten aus dem letzten Jahr aufarbeiten, deren Konsequenzen sich ja, wie ich schon mal erwähnte, leider mind. bis Ende nächsten Jahres hin auswirken werden. Aber was ist schon Geld, wenn man etwas beruflich macht, was man halbwegs gerne tut?

THEultimativeTILL

Ein Lachen sagt mehr als tausend Fürze

Nachdem ich das Jahr 2011 eigentlich schon abgehakt hatte, so zeigte sich zumindest das Ende mehr als optimistisch. Ich habe einen neuen Job, womit auch feststeht, dass ich der Computerwelt erhalten bleibe, ja, sogar meine Kenntnisse noch um ein vielfaches erweitern werde. Endlich werde ich etwas machen, was mich schon immer gereizt hat: Softwareentwicklung. Da ich quasi aber, wie bei allen Sachen von denen ich gerne schlau schnacke, auch davon nur tödliches Halbwissen habe, geh ich mal wieder vom Urschleim aus.

Ich habe zwar bereits in Grundzügen mit Java die Grundzüge des Programmierens gelernt, richtig warm wurde ich aber leider noch nicht damit. Also vergaß ich das wieder ziemlich schnell, was auch damit zusammenhing, das ich schlecht in Mathe war. Jeder, der sich ein bisschen mit Technik aus kennt, weiß, dass diese quasi nur auf Mathe basiert. Nur mit Kopfrechnen alleine kommt man da aber nicht hin.

Daher auch zunächst mein Wille, etwas vollkommen anderes zu machen. Wie z. B. Wirtschaft. Da habe ich dann auch tatsächlich mein ABI drin gemacht, was mir auch, wenn es am Ende sehr knapp wurde, sehr viel Spaß gemacht hat. Immerhin habe ich dort einen ganz besonderen Menschen kennengelernt. Nachdem ich aber mein ABI hatte, wurde mir klar, dass auch Wirtschaft nichts für mich war. Jedenfalls nicht im Sinne von Controlling und BWL. Immerhin hatte ich ja nun 3 Jahre Zeit gehabt, vielleicht mehr als nötig war, um diese Fachrichtungen zu erkunden und man sagte uns damals, es sei zumindest das erste Jahr vom Bachelor in BWL, dem unser Abitur gleichzusetzen wäre.

Mit der Kenntnis also, nichts direkt in Informatik, Rechnungswesen/Wirtschaft und erst recht nicht was mit Mathe zu machen, fand ich erstaunlicherweise, und zu meine großen Freude damals heraus, dass man ein Fach wie Stadt- und Regionalplanung studieren kann. Wow. So gemütlich wie es los ging, um so schneller stieg man schon nicht mehr durch, was dieses Fach für mich auch zum absoluten No-Go machte. Schnell verließ mich die Motivation, und ich fand mich in meiner schlimmsten Sinneskrise wieder. Aus der kam ich auch lange nicht heraus. Ich hatte zwischenzeitlich immer wieder im CallCenter gearbeitet und vielleicht auch ohne es wahrhaben zu wollen, hat mich diese Arbeit noch mehr fertig gemacht, als ich eh schon wurde.

Irgendwann schaltete sich meine Motivation komplett ab, und da ich immer schon sehr faul war, was übrigens bei allen vorigen Stationen auch zu beachten gilt, dass zum Scheitern immer zwei gehören ;-) , ging ich einfach nicht mehr ins CallCenter, was zu dieser Zeit, ab September 2011, meine einzige Tätigkeit war.

Ich ließ alles schleifen, kümmerte mich nur noch um das Nötigste, und wundere mich heute noch, warum ich damals nie einen Klappmann gemacht habe. In Anbetracht der Tatsache, dass ich ganz ohne Arbeit aber auch nicht leben kann, und dass es irgendwie weiter gehen muss (wohlwissend, wie klischeehaft das klingt), machte ich mich also wieder auf die Suche nach meiner Richtung. Es blieb nur die Informatik übrig, in der ich versuchen musste, mein Defizit, Mathe, zu “überleben”. Ironie des Schicksals: meine tausenden Bewerbungen wurden entweder negliert oder ignoriert. Letztenendes wurde ich von meinem zukünftigen Betriebschef (!!!) angesprochen, ob ich nicht dort eine Ausbildung (!!!) machen wolle. Am letzten Freitag habe ich meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben, nicht zuletzt, weil ich mich auch sehr wohl dort fühle, abgesehen vom alltäglichen Stoff, den die Fachrichtung mit sich bringt.

Diese Umstände sorgen natürlich für gute Laune bei mir. Allerdings gibt es immer positive und negative Informationen/Erfahrungen und ich weiß mitlerweile, dass ich mich nicht zu sehr verrückt machen lassen sollte. Ich versuche weiterhin nüchtern zu beurteilen, lasse mich nicht zu sehr von meinen Emotionen leiten. Letztenendes sehen wir aber erst im nächsten Herbst, wie alles ausgeht, denn es ist, seitdem ich 20 war, immer der Herbst, in dem ich pleite gehe und meine Perspektiven überdenken muss, umziehe und berufliche Paradigmenwechsel vornehme.

Viel schlimmer als dieses Jahr kann es aber nicht mehr werden. Ich freue mich auf das neue Jahr, vielleicht auch, weil es einen neuen Batman Film geben wird! Wow, Batman! Der geilste Film aller Zeiten. Vielleicht ja auch Inception 2. Wird dringend notwendig… Ich muss schlafen. Gute Nacht.

THEultimativeTILL

Das Google Dilemma

Wie viele Leute, die mich kennen wissen, bin ich absolut technikbegeistert. Das kann man z. B. daran erkennen, dass ich hier um 3 Uhr sitze und diesen Artikel schreibe, ohne dass ich vorher besoffen nach hause gekommen bin. Heute geht’s eigentlich nicht direkt um Technik, das Problem liegt irgendwie zwischen Technik und menschlichem Verfolgungswahn.

Wie keinem entgangen sein dürfte, hat Google in den letzten 15 Jahren einen beachtlichen Aufstieg gemacht. Gegründet von 2 technik-affinen Mathematikern, die eine völlig neue Art der Suche für ihre Universitätsprojekt entwickelten und somit die Welt des Internets eroberten. Es sind diese beiden Gründer, die Google nicht allzu schlimm aussehen lassen, denn anders als Microsoft und andere hat Google damals nicht sofort versucht die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen, sondern verfuhr relativ offen und fair, zumindest schien dies so. Sascha Lobo hat zum Thema “gut und böse” hier etwas geschrieben, was meiner Meinung nach ganz gut deutlich gut und böse voneinander unterscheidet.

Und bei all den kostenfreien Angeboten hat man nun die Wahl, was man nutzen möchte. Eigentlich hat man im Prinzip die Wahl, auch verschiedene Dienste zu nutzen. Bei Google sind diese alle Webbasiert. Wenn ich von Dienste rede, meine ich nicht nur die klassische Suche, sondern auch Mail, Kalender, Notizen ein bisschen Onlinespeicher usw. Da ich mein Handy, ein Gerät mit dem Android-Betriebssystem funktioniert, also in Prinzip auch mit Google laufen habe, liegt es also nahe, dass ich auch viele Dinge über Google nutze. Ich kann sie dann jeweils alle so einstellen und einrichten, dass sie sich jeweils auf Computer und Smartphone auf dem gleichen Stand halten, was bei vergleichbaren Diensten bei z. B. Microsoft oder Apple gar nicht über Android geht, da beide Firmen eigene Handybetriebssysteme anbieten und natürlich wollen, dass die ganzen Leute auch durch die Geräte die eigenen Dienste nutzen.

Soll heißen, die anderen Smartphone Besitzer haben das gleiche Problem, man stelle sich vor, ich kaufe mit ein iPhone, benutze also iTunes und iCloud, kaufe für hunderte Euro Apps im Appstore, stecke also insgesamt weit mehr als 1000 Euro in mein Technikleben, ja, und dann? Viele Leute, die mich kennen, hätten schon beim letzten Satz den Kopf geschüttelt, allerdings muss man auch sagen, dass diese Dienste und Angebote das Leben erleichtern kann und man irgendwann auch nicht mehr so schnell drauf verzichten mag. Es sind also alles Entwicklungen die früher oder später auch langsam den Rest der Leute bekehren, weil die Arbeitsersparnis einfach zu intensiv ist, um sie zu ignorieren. Was ich eigentlich sagen wollte: wenn man sein ganzes online Leben nun bei Google, Apple, oder Microsoft in der Cloud gespeichert hat, wie soll es dann weiter gehen? Wie kann ich noch Kontrolle ausüben? Die Kontrolle wird einem meist dadurch klar gemacht, dass man die AGB einzelner Dienste durchliest, was aber kaum jemand macht. Jedenfalls ließe sich nur so das beliebte Beispiel erklären, das, als raus kam, dass das iPhone die Positionsdaten, die es ermittelt, heimlich an Apple sendet und die Daten dort (inkl. erstelltem Bewegungsprofil [!!!]) ausgewertet werden konnten, alle entsetzt aufschrien, dann aber jemand bemerkte, dass diese Methoden bereits mit Einführung des Gerätes 2008 schon in den AGB abgedeckt war.

Diese Entwicklung, seinen Lebensprovider zu bekommen, geht noch weiter. Im Moment wird in den USA das sog. “Google-Wallet” getestet, welches das Smartphone zum Portemonaie macht. Per NFC-Chip wird das Smartphone so also zur Geldbüchse. Zwar planen Banken bereits Checkkarten mit dieser Technik, ob das allerdings so begehrt ist, wie alles in einem Gerät zu haben, darüber lässt sich streiten. Darüber hinaus finden solche Angebote komischerweise immer wieder dankende Kunden, die im Vordergrund nur ihren eigenen Vorteil sein und warum sollte ein Multimilliarden Dollar Konzern auch versuchen, Profit daraus zu schlagen?!

Der neue Personalausweis ist ebenfalls bereits auslesbar, wahrscheinlich wird es ein leichtes werden, diese Technik ebenfalls in ein Smarthone, in die Cloud oder irgendein anderes System zu integrieren, leider verliert man dabei so oder so die Kontrolle über die Daten. Verschiedene Fälle haben bereits belegt, dass die Konzerne sich mit den ihnen zu Grunde gelegten Gesetzen um Datenschutz etc. nicht allzusehr beschäftigen. Die Auswertung von WLAN Daten und Positiondaten sei dabei noch das harmlosere. Im Moment scheinen wir auf eine von Kapitalunternehmen beherrschte Datenwelt zuzufahren, in der die Unternehmen bald mehr Macht haben als der Staat, da sie auch mehr Daten haben als der Staat(Information=Wissen=Macht). Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass eine Menge Menschen im öffentlichen Licht nicht so gerne publik gemacht hätten, dass sie sich am Wochenende mal einen Porno oder zwei angucken. Aber die datensammelnden Konzerne haben auch solche Daten, dieses Beispiel ist dabei noch das harmloseste (auch wenn sie nicht genau danach suchen, die Parameter die getrackt werden lassen mitlerweile solche Schlussfolgerungen eindeutig zu). Leider gibt es kaum noch Menschen, die dieser Macht etwas entgegenzusetzen haben, dafür wird es meiner Meinung nach langsam Zeit. Unternehmen wie Apple und Google sollten allmählich zerschlagen und zerstückelt werden, denn die Unternehmen sind schon längst viel zu weit gegangen. Sicherlich ist das eine Meinung, die manche auch aus totalitären Zeiten kennen, und diesen sei gesagt ich bin kein Fanatiker oder Faschist. Im Gegenteil. Ich glaube einfach, dass diese Maßnahme notwendig ist, damit Unternehmen nicht mehr Macht erhalten, als Regierungen. Die Freiheit der Bürger ist das oberste Gebot, und anhand der Fakten und NAchrichten, die man am Tag so hört, sollte man mehr als besorgt sein. Wenn man nicht mehr genau weiß, was die Unternehmen mit den Daten machen, und welche Kontrolle sie damit erhalten, bergen sie einfach eine Gefahr für unser System.

Wichtige Anmerkung: Ich bin leider selber ein Opfer von Google und für manche mag dieser Satz jetzt den vorigen Text ad absurdum führen, aber ich nutze diese Dienste gerne solange sie gratis sind. Ich bin darüber hinaus der Ansicht, dass der, der eine Meinung äußert, sich nicht zwangsläufig nach diesen Prinzipien stigmatisieren lassen muss. Wir alle können gute Ideen auch äußern, ohne das wir sie explizit vorleben müssen. Dieser Text soll nur einen Gedankengang von mir beschreiben, mehr nicht.

THEultimativeTill

Die Superhirne

Ich für meinen Teil habe Superhirne, die Menschen, die es schaffen, ihre eigene Realität durch ihren Beitrag selbst beeinflussen, immer bewundert. Aristoteles, Karl der Große, Leonardo Da Vinci usw. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich die gesamte Wahrnehmung durch das Internet zentralisiert und durch andere Medien schnell verbreitet und man bestimmte Leute plötzlich mit ganz anderen Augen sieht, habe ich, und ich denke ich bin da nicht alleine, schon öfter davon geträumt, wie es wohl wäre, diesen einen Meilenstein zu kreieren, der alles Verändert, was davor gang und gäbe war.

Diese Superhirne haben aber nicht nur alles entwickelt, was positiv ist, sondern auch die schrecklichen, teilweise todbringenden Dinge, die viele Leben kosteten und kosten. Sie scheinen oft so sehr in ihrer Materie unterzugehen, oder sind einfach von allem so losgelöst, sei es von Gesetzen, Aufsicht oder Hindernissen, dass sie über die weitreichenden Folgen ihrer Entwicklungen und Ideen meist im Affekt selbst keine Ahnung von deren Konsequenzen zu haben scheinen. Da sprechen wir z. B. von der Atombombe, von der Erfindung des Dynamits, Windows ME usw.

Im Moment befinden sich diese negativ-Superhirne in der Finanzbranche in sehr großer Zahl. Sie haben systematisch die althergebrachten Werte und Normen, die Pfeiler der Wirtschaft nach und nach abgetragen, bis sie schließlich, wie z. B. in Form von sogenannten “Rating-Agenturen” bestimmen können, dass eine Volkswirtschaft zahlungsunfähig ist, seine Schulden in absehbarer Zeit nicht mehr bezahlen kann und daher nur noch Kredit bekommt, wenn die Zinsen, mit denen das geliehene Geld bezahlt werden muss, exorbitant ansteigen. Dabei geht es um solche Geldmengen, die man in der Realität nicht mehr darstellen kann, ich will mir jedenfalls nicht gerade ausrechnen wie viel 500 Euro-Scheine die Verschuldung von Griechenland wären. Nicht nur weil ich schlecht in Mathe bin, sondern weil alle Länder auf der Welt verschuldet sind, und diese Leute beim Handel mit Optionen und Anleihen auch noch Geld mit dem Handeln dieser Informationen verdienen. Diese Leute haben keine Ahnung über die weitreichenden Folgen ihres Handelns, weil sie nur damit beschäftigt sind, so viel Kapital daraus zu schlagen, wie es geht. Das ist ihr Job.

Verantwortlich machen sollte man die Lobbyisten, die es geschafft haben die Machverhältnisse zu umzugestalten, dass die Politik sich nicht mal bei direkter Konfrontation mit der Materie und klarer Sachlage traut, diesem Untreiben ein Ende zu bereiten. Es braucht schon Millionen Menschen auf den Straßen in allem Finanzmetropolen der Welt damit Politiker einräumen, es handle sich um “Ungerechtigkeit”. Wahnsinn, dass das schon sichtbar ist. Mal davon abgesehen, dass die Banken schon wieder mit Millionengarantien gerettet werden, damit die Spekulanten auch noch den Rest Bares für ihr eigenes Interesse verpulvern können. Oder glaubt man tatsächlich immer noch, alles würde sich von selbst wieder einränken?

Die Welt war auch schon vor 10, vor 20 und vor 40 Jahren nicht besonders sozial und lebensfreundlich für alle. In den letzten Jahren aber sind die Menschen, die betroffenen, immer mal wieder aufgestanden und haben ihrem Ärger Luft gemacht. Warum auch nicht? Protestieren als Trend finde ich megasexy, solange es einen berechtigten Hintergrund gibt. Denn eigentlich sind wir alle Superhirne. Wir sind vielleicht nicht alle zu tief in unser Thema versunken, aber jeder ist auf seine Art was besonderes. Die bösen Superhirne sorgen für Spekulationen bis zum geht nicht mehr, die guten protestieren und kriegen im Idealfall mit dem erzeugten Druck wieder ein Gleichgewicht hin. Aber die bösen sind nur einzelne, die guten Superhirne sind 99%. Das sollte uns zu denken geben.

Mit welchem Recht besitzt ein einzelner tausende, wenn nicht millionen Gehälter die armen Leuten etwas zu essen bringen würden, bilden könnten, etwas mehr Chancen ermöglichen könnten? Niemand braucht 9 Nullen auf einem Konto und auch wenn es für Konservative ein bisschen drastisch ist, bin ich der Meinung dass alles, was ein einzelner mehr als 10 millionen Euro im Jahr verdient, sollte unter Umständen einfach der Gesellschaft zugeführt werden. Niemand braucht so viel Geld und es gibt Menschen, die wegen dieser Sachlage einfach dahinsterben, obwohl sie möglicherweise auch Superhirne sein könnten, die der Menschheit Fortschritt geben, der ohne sie nie passiert.

THEultimativeTILL

Willkommen in der Vergangenheit (Albumkritik)

In letzter Zeit orientiere ich mich immer mehr an Albumkritiken, wenn es um Musik geht. Ausnahme ist dabei meine geliebte Stonerszene, in der man als Band anscheinend nicht viel falsch machen kann. Hier reicht es mir in der Regel einfach auf elektrohasch.de zu gehen und die Bands anzutesten, auch bei Youtube findet man einiges. Das aber nur nebenbei.

Albumkritiken haben mich bereits zu solch verboten guten Bands wie Mastodon, Sparta und Blackmail herangeführt mich aber auch damals erst verstehen lassen, was z. B. eine Band wie Rammstein ausmacht. Denn eine gute Albumkritik für gute Musik liest sich ja meist eh wie eine kleine Werbeanzeige.

Ich will ehrlich sein; ich würde nie eine Albumkritik schreiben, von einem Album das mich langweilt (“Road Salt One” – Pain of Salvation) oder mich gar ankotzt (“Rated R” – Rihanna). Trotzdem höre ich mir vieles, auch was ich eigentlich nicht mag, auch mehrfach an, um einen Eindruck zu bekommen. Niemals einrosten, könnte hier die Devise lauten.

Immer schon, seit ich bei meinem ersten großen Konzert in Bremen von Limp Bizkit ein leidenschaftlicher Anhänger der Gitarrenmusik geworden bin, möchte ich gerne schnelle, melodische, melancholische, aber vor und über allem gefühlsechte Musik. Auch einer der Gründe, warum ich bereits seit 4-5 Jahren nicht mehr aktiv Radio höre, wenn ich alleine bin. Generell mache ich das Radio nie an, entweder sind meine musikalischen Vorzüge zu traurig, frustrierend, wild, verschieden und eben auf mein momentanes Empfinden zugeschnitten.

Zu meinen unbezweifelt größten Einflüssen gehören Rage Against The Machine, System of a Down und viele weitere, die sich zwischen 1995-2005 relativ gut verkauft, aber im Radio nicht wirklich durchgesetzt haben. Natürlich sind auch ein paar Ausnahmen dabei. Incubus, Blink 182, Metallica usw.

Es geht mir dabei meist darum, ein rhythmisches Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit, Gesang und Atmosphäre zu finden. Es sei denn, die Band oder der Musiker zeichnet sich durch einen besonderen Stil aus.

Heute war wieder einer dieser Tage, an dem ich eine begeisternde las, ich machte mich also wieder auf die Suche nach dem Album, und wurde mal wieder völlig umgehauen. “Thrice” heißt die Band, von der ich bisher nichts bewusst gehört habe. Das Album heißt “Major/Minor” und trifft einfach so genau meinen Musikgeschmack, dass es mir fast schon ein bisschen Angst macht.

Eine sehr gute Rhythmusfraktion, absolut geniale Gitarristen und eine fetzige Stimme. So stell ich mir die perfekte Tritt-Arsch-Band für die nächste Zeit vor. Es gibt sie immer, die Tritt-Arsch-Band, die einen ein bisschen im Leben begleitet. Nachdem ich also zur Zeit arbeitslos bin und mich wieder mal in der Krise befinde, nicht so richtig zu wissen, was ich mit meinem Leben anfangen soll, brauchte ich wieder eine Band, die mich an der Hand nimmt, wenns mir schlecht geht, die mich auf die Tanzfläche zwingt, wenn ich mein Bier leer hab und die man im benebelsten Falle auch sanglich begleiten kann, wenn man schon zuviel getrunken hat. Diese Bands gab es bei mir immer, Rage erwähnte ich schon, Billy Talent, Limp Bizkit, und andere waren es bei mir, aber irgendwann will man sie nicht mehr andauernd hören (mit Ausnahme von Rage Against The Machine). Man kennt sie, aber man weiß, dass man weitergehen muss. So entdecke ich für mich wieder etwas neues. Ist etwas abgeschlossen, kommen bei mir auch noch Jahrzehnte später die damit verbundenen Tätigkeiten und Erinnerungen hoch. Sowas kann wohl nur Musik.

Hiermit möchte ich jedem, der was mit Rockmusik anfangen kann dazu aufrufen und empfehlen, sich Thrice anzuhören, denn von dem was man bei Youtube findet ist auch der Rest, die bereits 7 (!) veröffentlichten Scheiben allesamt mindestens okay. Meine Ohren werden sich der weiteren Streicheleinheiten jedenfalls gewiss erfreuen.

Getaggt mit , , , ,

http://www.judoas.com/files/dn.php?fileid837&get=Picture03.JPEG

ACHTUNG! Diese Datei nicht runterladen. Es scheint sich um Malware zu handeln, die auch schädliche Skripte ausführen kann. Mein Antiviren Programm hat sie erkannt und gelöscht, es ist aber möglich, dass umfassender Schaden entstehen kann. Wenn runtergeladen, keine wichtigen Passwörter etc. mehr benutzen, jedenfalls nicht bis Antivirenprüfung von Programm und ggf. Windows (Defender) erfolgt ist. Der heruntergeladene Code ist potenziell gefährlich!

Wälkomm tu Dschörmanieh!

Wie einige vielleicht wissen, verdiene ich zur Zeit meine Brötchen im Call-Center. Ich denke, dass ist auch ein Teil, auf dem meine Depression begründet ist. Jedenfalls kriegt man dort einige Dinge mit, die einen zur Weißglut treiben. Einer der interessantesten Konflikte für mich ist der, der Sprache. Es gibt in meinem Aufgabenbereich keinen offiziellen Fremdsprachensupport; heißt, deutsch sprechen sollte man können, wenn man anruft. Auch wenn viele das für die kleinste Selbstverständlichkeit halten, ist es leider oftmals genau das eben nicht.

Viele denken auch, dass es immer eine “englische-Taskforce” gibt, auch das ist nicht vorhanden. Da Englisch aber noch eine Weltsprache ist, könnte man vermuten, sollte es das geben. Ich möchte hier einfach mal meine Meinung dazu klarstellen:

Es geht hier nicht um Ausgrenzung. Ich bin ein zu aller Zeit liberaler Mitbürger der das Model der Staatengemeinschaft für veraltet hält. Seit jeher sehe ich Staatsgrenzen als den jämmerlichen Versuch an, Reichtum innerhalb dieser zu bewahren, damit er nicht abwandert. Darüber hinaus habe ich größten Respekt, vor allen Kulturen und möchte diese mit diesem Beitrag weder beleidigen noch herabsetzen. Das was ich gleich weiter schreibe, würde ich auch auf mich beziehen, hätte ich mich entschieden, im Ausland zu wohnen.

Wie kann man, wenn man sich entscheidet, in einem anderen Land zu wohnen, nur so dumm sein, und nicht die Sprache lernen? Abgesehen davon das man sprachinteressiert sein könnte, man lebt hier und möchte Hilfe, man braucht sie vielleicht sogar, man hat evtl Berufsleben in Deutschland, wie kommt man auf die naive Idee sich der Sprache zu verweigern? Ist es in Deutschland wirklich so schwierig, sich zu integrieren? Ich lebe seit 2 Jahren in Berlin und daher habe ich auch mitlerweile ein anderes Verständnis für Integration. Die Leute, insbesondere die zugezogenen sind allesamt in der Lage, sich auf deutsch zu verständigen. Sie sollen doch auch bitte gar nicht Germanistik studieren, aber die notwendigsten Sachen werden doch wohl drin sein oder? Ich erinnere mich nur noch ungern an Norddeutschland, wo man dieses Problem meiner Meinung nach zu stark unterschätzt.

“Die Grenzen meiner Sprache sind auch die Grenzen meiner Welt.”

Ludwig Wittgenstein

Ich zitiere nicht oft, eigentlich nie, aber dieses Zitat passt einfach mehr als gut, um meine Absichten zu verdeutlichen. Ein Mensch ist nicht fähig ohne seine Umwelt zu leben, wir sind eben Gesellschaftstiere. Das Bedeutet in keinster Weise, dass der Mensch seine Wurzeln vergessen soll, oder seine kulturelle Herkunft, auch wenn diese in Konflikt mit den in Deutschland herrschenden Werten und Normen geraten kann. Es ist wahrscheinlich eine Kunst, hier dann ein entsprechendes Gleichgewicht zu erzeugen. Aber eben diese Konflikte haben nicht das geringste damit zu tun, dass man sich wenigstens verständigen kann. Und wer nicht glauben kann, dass es noch immer viele LEute in Deutschland gibt, die nicht die Amtssprache beherrschen, der möge sich bitte in einer bundesweit tätigen Hotline bewerben und sich von Gegenteil überzeugen lassen.

In Eurem eigenen Interesse: bemüht Euch die Sprache der Gesellschaft zu lernen, in der Ihr leben wollt. Anders kann es kein gesundes Miteinander sein.

Ich kenne Deine Meinung, bevor Du sie kennst

Kaum einer in Deutschland, der wenigstens einmal am Tag die Bude verlässt, wird wohl verpasst haben, dass dieses Jahr die Frauenfußball WM auf deutschem Boden ausgetragen wird. Dabei kann an keinem vorbeigegangen sein, dass die Medien darauf einen Lobgesang singen, wie es in letzter Zeit bei kaum einem anderen sportlichen Ereignis der Fall war. Am Frauenfußball selbst habe ich derweil nichts auszusetzen, ich habe bereits, seit ich Satelitenfernsehen das erste mal bekommen habe, immer mal wieder regelmäßig Frauenfußball geschaut, das war etwa im Jahre 2001.

Generell tut man sich ja in einer Leistungsgesellschaft, in der wir leben, schwer, Dinge zu schauen, bei denen man weiß, dass es eine bessere Version gibt. Ich will damit nicht sagen, dass ich mich nicht für Frauenfußball begeistern kann; im Gegenteil, ich finde es sehr interessant, wie die Qualität dieses Sports sich in den letzten 10 Jahren so konsequent verbessert hat. Dennoch aber muss man als Fußballkenner meiner Meinung nach anerkennen, dass Fußball mit männlichen Spielern wesentlich schneller, technisch versierter und taktisch anspruchsvoller und damit auch unterhaltender ist. Ob es wirklich an körperlicher Überlegenheit oder anderen Dingen liegt, will ich nicht weiter ausführen.

Ich nehme an, dass die meisten Menschen nicht mal so viel wie ich über Frauenfußball wussten, denn die Quoten bisheriger Spiele behaupten das. Jedenfalls führte Frauenfußball eine lange Zeit lang ein Schattendasein, aber nun dieses mediale Interesse, woher?

Nun erstmal ist auffällig, dass die WM außerhalb der Spielzeiten von sämtlichen europäischen Spitzenligen ausgetragen wird. Nach dem Warum frage ich jetzt mal nicht. Dann ist noch auffällig, dass eigentlich nur ein bestimmter Kreis von Nationen immer wieder um den Titel spielen, in den letzten 10 Jahren eigentlich immer Deutschland, Brasilien, die USA, China und evtl. noch Skandinavier, wie Norwegen und Schweden. Das sind allesamt Industrienationen, die mit Ausnahme von China, alle die Demokratie und damit die Frauenfreundlichkeit (“Emanzipation”) feiern und Vorleben. Dass der Rest auf dem Globus keine “Frauenschaft” schickt, sollte uns erstmal zu denken geben, man möge aber davon abgesehen sich auch eingestehen, dass es mit den fehlenden Nationen natürlich auch weniger Wettbewerb gibt. Dinge, mit denen man zumindest bei einer WM zu kämpfen hat.

Den Medien ist das aber egal. Es gibt zur Zeit nichts besonderes zu berichten (Was? Schon wieder ein Mittelmeerstaat pleite? EGAL!) und irgendwie muss die Auflage ja hoch gehalten werden. Es heißt nicht mehr länger gute Nachrichten, es heißt Nachrichten um jeden Preis. Da kommt es den Sklaven ihres eigenen System gerade recht, dass man immer mal wieder ein Event wie die Frauenfußball WM ausgraben kann. MAn sollte sie aber bloß nicht fragen, warum man nicht schon in der Vergangenheit eine adäquate Berichterstattung gab. Denn bei all den Beiträgen, die ich die letzten Tage rund zum Thema Frauenfußball gesehen, gelesen und gehört habe, hören viele wahrscheinlich zum ersten mal, dass unsere Frauenfußball Mannschaft lange Zeit als unschlagbar galt. Bei der letzten WM hat sie sogar keinen einzigen (!!!!!!) Gegentreffer im ganzen Turnier bekommen. Warum hat das damals keinen interessiert?

Was ich damit sagen will, ist folgendes: der Medienapperat (Ja, ich weiß wie sozialistisch das klingt) hat viel mehr Kontrolle über die Bevölkerung und die Meinungsbildung, als den meisten Leuten meiner Meinung nach bewusst ist. Auch wenn es sowas harmloses wie eine Frauen WM ist, kann es bald schon etwas ganz anderes sein, was die Medien tendenziös nutzen, um auch den letzten hirnlosen Trottel auf eine bestimmte Schiene zu bringen und den Zug abfahren zu lassen.

Viele Leute finden, wir Deutschen meckern zu viel, das habe ich früher auch gedacht. Aber auch wenn Meckern sehr oft nervt, bringt es uns irgendwann an einen besseren Punkt und wenn wir schließlich mal nichts mehr zu meckern haben, dann kommt man irgendwann auch wirklich mal an den Punkt, an dem man glücklich ist. Darum mecker ich gerade über die Medien. Ich kanns langsam nicht mehr hören und auch nicht mehr verstehen, warum die Menschen diesen seelenlosen Buchstabensortierern alles abnehmen und abkaufen, und sich zuletzt noch für die Informationen bedanken, die den Gehalt eines leeren Glases haben. Ich werde ab sofort jedenfalls bewusst alles, was die Frauenfußball WM betrifft überlesen und hoffe einfach, dass die Medien nicht zu dem hässlichen, langweiligen, immergleichen und trostlosen RTL II Nachrichtenüberblick werden, von dem ich glaube, dass sie es werden.

MFG THEultimativeTILL

Mal etwas Politik

Leute, die mich kennen, wissen, dass ich viel über Politik nachdenken und mich eigentlich daher auch für das Studium als Stadt- und Regionalplaner beworben habe, welches ich anschließend abbrach. Ich arbeite gerne zusammen mit Leuten, außerdem mag ich es einfach, wenn man nicht wie der berühmte Fisch im Strom mitschwimmt, sondern sich seine eigene Meinung bildet, auch, und vielleicht auch gerade deswegen, weil nur dadurch gesunde Meinungsbildung für einen selbst passiert.

Heutzutage sind viele Menschen der Ansicht, dass die Gesellschaft nur noch aus einem kleinen Kreis Erlesener, gut versorgter, machthungriger und geldgeiler Ignoranten besteht. Natürlich gibt es auch immer in der Politik, wie in jedem anderen Fach auch Leute, die Ämter nur für ihre eigenen Interessen ausnutzen zu scheinen. Wahrscheinlich gilt das sogar wirklich für die meisten “Volksvertreter”. Ein gutes Beispiel ist immer wieder Guido Westerwelle, der sich jahrelang sympathisch auszeichnete, in dem er die fehlende Liberalität in der Tagespolitik bemängelte, so lange er in der Opposition saß. Zu dem Zeitpunkt, als er als Vizekanzler und Außenminister aber das Ruder in der Regierung übernahm, hatte er viele seiner Sympathiepunkte wieder aufgebraucht. Die Leute hatten aber auch gute Gründe, ihm zu misstrauen (entschuldigt für die frühe Wertung). Was sich seinerzeit so alles abspielte, machte die Leute nicht zu unrecht Politikverdrossen.

Aber schon immer, auch während einer Phase der politischen Langeweile in der Mitte der 1990er Jahre, gab es eine kleine, aber wichtige Gruppe in der Politik, die Grünen. Sie waren änhlich wie Guido Westerwelle, aber auf der komplett anderen Seite. Sie waren gegen Industrie und für ein Gleichgewicht von Arbeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. In Wirklichkeit wussten alle, dass man irgendwann diesen Zustand anstreben müsste, damit die Gesellschaft und unsere Kindeskinder mal eines Tages nicht an der frischen Luft Krepieren.

Letztenendes ist aber doch immer wieder die CDU, die deutsche GRoßindustrie, eben allgemein der konservative Faktor dazwischen gekommen, so das viele Leute in der Bevölkerung müde wurden, sich an Politik zu beteiligen. Nur wenige beteiligten sich, und wurden teilweise ausgelacht mit dem Hintergedanken, dass sich eh nichts ändern würde. Die meisten fühlten sich unverstanden, unabhängig davon, ob sie was zu sagen hatten, oder nicht.

Vor ein paar Monaten gab es ein schweres Erdbeben in der Nähe der japanischen Küste. Dieses Erdbeben hat aber nicht nur in Japan für großes Leid und Elend gesorgt, sondern auch in der Szene der in Deutschland bis dahin etablierten Politik. Denn dieses Erdbeben sorgte für, soweit ich noch informiert bin, 3-4 Kenschmelzen in Reaktorblöcken des Atomkraftwerks Fukushima. Ein Raunen ging durch die Bevölkerung in Anbetracht der Tatsache, dass die Katastrophe, die in dieser Form bisher nur einmal in Erinnerung blieb, in Tschernobyl, tatsächlich auch einer hochmodernen (in Fakt moderner als der deutschen) Industrienation, mit all ihren Sicherheitsvorkehrungen tatsächlich passieren kann. Das hat nun auch den letzten Zweifler überzeugt, einen Atomausstieg als einzig logische Konsequenz der Gefahreneindämmung als unabdingbar hinzunehmen. Wie ließe sich sonst ein Wahlsieg der Grünen im erzkonservativen Baden-Württemberg erklären?

Nun habe ich aber, 1-2 Monate nach diesen Ereignissen den Eindruck, dass das Interesse an der Politik wieder einzurosten droht. Die Schlagzeilen lauten mitlerweile wieder anders. Die Großkonzerne wollen sich Milliarden einklagen, man hat Angst, sie könnten recht bekommen. Wenn sich nach wie vor alle wieder einlullen lassen, wird dies auch passieren. Ich frage mich oft, warum die Leute nicht begreifen, welche Macht sie nach wie vor haben und möchte mich mit diesem Beitrag vor all den Ökolehrern, die ich getroffen und oftmals auch im Nachhinein ausgelacht habe, entschuldigen. Greift Euch weiter Eure Fahne, stellt Euch vor Euer Rathaus und prangert die Missstände an! Die Demokratie ist in Wirklichkeit nur so tot, wie man sie redet, so lange Gesetz und Gerichte funktionieren, sind “die da oben” nur das Ergebnis dessen. “Da oben” könnte aber auch jemand sitzen, den Du gewählt hast.

Ich habe jedenfalls die letzten Monate sehr genossen und wünsche mir, dass es so weiter geht. Ein politscher Umsturz in der deutschen Gesellschaft zum Besseren kommt uns allen zu Gute!

MFG THEultimativeTILL

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